07. - 14. Juli 2015: Surfreise Karpathos

Mindestens alle 2 Jahre einen gemeinsamen Surftripp, so sind wir im Herbst in die Planung gestartet. Nach den sehr mauen Windausbeuten in Safaga (Ägypten) und Rhodos (Griechenland) gab es dieses Mal keine Kompromisse bei der Windzuverlässigkeit. Karpathos, ein eher unbekanntes Griechen-Eiland, steht da ganz oben in der Statistik. Hacke ohne Ende soll hier das Publikum durchaus spalten. Die einen lieben es, die anderen kommen nicht mehr wieder. Wir wollten selbst entscheiden!
Die Vorhersage von Windyty und Windguru passte und die Schaumkronen konnten wir schon von oben sehen, als der Flieger am Dienstagmittag auf der Landebahn aufsetzte. Mit Stephan, Sonja + Günther, Ingo, Michael, Schorsch, Gerti + Robert, waren 9 Leute am Start und bis auf die 2 Mädels, hatten wir alle bei Club Mistral eingecheckt.
Alexandra, gebürtige Tögingerin und Stationschefin, kennt ihre Pappenheimer schon sehr gut, wenn sie surfhungrig, nach nur 1 km Fahrt vom Flughafen, aus dem Kleinbus springen und fragen „Wo soll der Koffer hin? Wo kriege ich mein Brett? Ich will sofort aufs Wasser!“ Und obwohl unser Rentel erst am nächsten Tag begann, hat jeder ein Board in die Hand gedrückt bekommen und ist erst mal eine Runde aufs Wasser. Der Service ist perfekt! „Servus, wie geht’s? Welche Nr. hat dein Fix-Board? Welche Segelgröße? Nimm lieber ein Kleineres, auch wenn du so „groß“ bist! Viel Spass und wenn du rauskommst helfe ich dir beim Tragen!“ Was will das Surfer-Herz mehr!
Karpathos mit seinen 3 Buchten, Chicken-Bay, Gun-Bay und Devils- oder Paradise-Bay bietet für alle etwas. Die Chicken-Bay mit blauem Wasser, großem Stehbereich im Sand ist perfekt für Einsteiger und alle die Manöver trainieren. Vor allem Michael hat die doch deutlichen Windlöcher einfach ignoriert und viele Stunden und Kilometer die Bucht durchkreuzt. Auch das um 18 Uhr Schluss ist, hat er ignoriert und musste prompt eine Runde Mythos an der Station spendieren.
In der Gun-Bay, dort wo die Hauptstation steht, geht es etwas weniger böig zur Sache und weiter draußen dreht der Wind dann min. noch 1 Windstärke auf. Von den 8 Tagen war Michael an 8 Tagen auf dem Wasser und bekommt hiermit den Fleißpreis verliehen. Der Rest war aber auch mit 7 Tagen sehr zufrieden. Bei Segelgrößen zwischen 3.0 und 5.2 m2 kamen, trotz eines Tages Surfverbot in der Gun-Bay bei Windspitzen bis 55 Knoten, alle auf ihre Kosten.
Das Surfen bei diesen Windstärken mehr Kampf als Entspannung ist, bewiesen eine ramponierte Brettspitze und 4 Folienrisse in den Segeln. Kombiniert mit den teilweise recht heftigen Böen erklärt das dann auch den Ruf des Reviers.
Love it, or leave it! Wir jedenfalls, kommen wieder!
Ach ja, da waren dann noch Manolis und sein Tavernen-Team, das auf der Dachterasse der Surfstation täglich für Frühstück, Abendessen und ausreichend Getränke gesorgt hat. Den Party- und den Live-Band-Abend behalten wir auch in bester Erinnerung. Die Hunde und Katzen, die uns in ihrem Revier geduldet haben. Und natürlich die Mädels und Jungs von Club-Mistral mit ihrem tollen Service!
Robert