1. - 04.05.14: Ansurfen Neusiedler See

Der Surf Worldcup und das Partygeschehen starteten bereits am Wochenende zuvor und  bis auf Detlev, der als Vorhut schon mal unser Revier markiert hat, verfolgten wir online die ersten Events. Gleichzeitig pro-phezeite uns die Windvorhersage eine richtige schöne Kaltfront zum zweiten Wo-chenende mit Windböen bis 8 Bft!
Die Anreise am Mittwoch und Donnerstag gestaltete sich aber noch von ihrer freundli-chen Seite. Sonnenschein bei 25 °C und nur wenige Wiener Partypeople sorgten für eine chillige Ankunft mit Hängematte und Schafkopfen bei diversen Begrüßungsge-tränken.
Von einer leichten Thermik angeschoben erreichte der Wind am Donnerstagvormittag noch 4 Bft und schickte uns Ankömmlinge erst mal eine Runde auf das Wasser.
Auch für die Ein- und Aufsteiger ging es nach dem gemeinsamen Aufriggen mit Stephan aufs Surfbrett.
Im Laufe des Nachmittags füllte sich unser Fahrerlager dann auf 30 Teilnehmer. Mit 2 Bussen oder Zelten pro Platz, plus Autos und Materialdepot wurde es ziemlich kuschlig auf den 8 Stellplätzen. Während der eine Teil den Abend nach dem Chinesen mit lokalen Weinen ausklingen lies, ging die Nacht für unsere Partyfraktion erst in den frühen Morgenstunden zu Ende.
Der Freitag war bei schönstem Sommerwet-ter leider ohne Wind, also perfekt zum ab-hängen und um durch den Worldcup zu schlendern. Vorbei an der Ö3-Bühne, den Shops zu Trendsport und Lifestyle begutachteten wir noch das neueste Surf- und Kitematerial, bevor wir beim Kurti am Tretbootverleih den Ausflug mit einem Spritzer abrundeten. Den Tag ließen wir nach dem gemeinsamen Grillen gerade ausklingen, als die ersten Regentropfen die Kaltfront ankündigten. Unter der Markise vom Dill haben wir es trotzdem noch ganz schön lange ausgehalten.
Am Samstagmorgen hatte sich die Welt dann gedreht. Wind mit 5 Bft holte uns aus den Federn. Die Regentropfen hielten sich noch in Grenzen und so war bald alles auf dem Wasser. Begleitet von diversen Regen-schauern steigerte sich der Wind im Tages-verlauf auf obere 6 Bft und reduzierte die Segelgrößen von 5.8 auf 5.3 und schließlich auf 4.7 m2. Womos mit Standheizung, Kaf-feevollautomaten, Nudelköchen und  Kalt-schalen wurden immer beliebter. Der Dau-nenschlafsack für das Mittagsschläfchen war auch eine perfekte Alternative. Echte Surfer bringt aber nichts um, weshalb wir uns abends mit langen Armen wieder beim Chinesen einfanden, wo wir den Surftag noch einmal Revue passieren liesen.
Im Gegensatz zu uns, machte der Wind keine Pause und rüttelte die ganze Nacht ziemlich heftig an unseren Behausungen.
Während die Partyfraktion in weiser Voraus-sicht bereits am Samstag Richtung Wien geflüchtet war, kapitulierten dann am Sonn-tag früh die letzten Zeltler. Nur Julia und Barbara warteten, bis der Wind begann das Zelt für sie abzubauen.
Der Wind hatte noch einmal einen drauf gelegt und bescherten uns Böen mit 8 Bft. Nachdem alles sturmsicher verzurrt war, wurden die kleinsten Segel mit 3.6 bis 4.2 m2 aufgeriggt. Die Neoprenmütze musste noch etwas tiefer ins Genick und ab ging der Punk. Trotzt Sonnenschein sorgte der Wind für gefühlte kleiner 10 °C und das Wasser bewegte sich auch bereits in diese Richtung. Nach ein paar Schlägen hatten wir uns aber ganz gut an die Mörderbedingungen ge-wöhnt und kämpften noch bis zum frühen Nachmittag mit den Naturgewalten.
Das abschließende Pizza-Stangerl vor der Heimfahrt hatten wir uns dann echt verdient!
Bericht: Robert