Rhodos

Rhodos Revival - am 13. (nomen est omen?) Juni haben sich 10 Surfhungrige („unser harter Kern“ und Volker als Gastsurfer) aufgemacht, um ein Revival der denkwürdi-gen Surfclubreise von 1997 zu wagen. Die gleiche Location, das Haus von Para und die Positionierung in der Meltemi-Starkwindzeit haben den Erwartungshorizont weit nach oben geschoben. Haus- und Surfstation werden seit der Saison 2012 von Pielenz Sports als Privatsurfcamp („Surf Kuda“) geführt. Wir haben daher auch kein eigenes Material mitgenommen, da uns vor Ort nagelneues Equipment von Fanatic und North erwartete. Es war also gut angerich- tet! Doch kaum auf Rhodos aufgeschlagen, hat uns Axel Pielenz, der uns am Flughafen abholte, begrüßt mit dem Satz, den man leider schon zu oft gehört hat: „…kaum seid Ihr da, ist der Wind weg“. Erinnert uns das nicht an etwas? Genau, Safaga vor 2 Jah-ren. Zur besten Zeit am Roten Meer hatte der Wind extrem geschwächelt. Und, war da nicht was? Ach ja, Volker, bist Du da nicht das erste Mal auf unsere Truppe getroffen. Hast Du Zoff mit Aiolos, der uns da immer ins Handwerk pfuscht, wenn Du dabei bist?

Wie auch immer, nach Begrüßung durch George und Para und Einweisung durch Axel, haben wir uns erst mal im Schwach-windsurfen und Sandbankhöhelaufen geübt. Und wir (oder war es nur ich selbst …) haben dabei bewiesen, dass es keine Ham-merbedingungen braucht, um nette Risse an den Bug der neuen Bretter zu zaubern. Trotz der mauen Bedingungen hat Axel es ge-schafft uns top bei Laune zu halten. Das chillige Ambiente lud zum Relaxen ein, und mit Frappe und Mythos ließ sich so mancher Tag durchtauchen, bis zum alltäglichen Highlight, das abendliche Schlemmen in urigen griechischen Tavernen, mit nicht enden wollenden Gängen an Köstlichkeiten der griechischen Küche, garniert mit reich-lich Retsina und Ouzo. Auch die durchtanzte Nacht mit abschließender hüllenloser Abküh-lung im Mare durfte natürlich zur Abrundung nicht fehlen.

Die wieder mal nicht verheißungsvollen Windguru-Prophezeiungen haben uns schließlich zu Inselrundfahrt und 4 Mann auch zu einer MTB Tour getrieben. Und es kam wie`s kommen musste. Thomas hatte Mitten in den Bergen einen Platten am Hinterrad und quälte sich mit uns drei man-gels Flickzeug auf der Felge über viele Kilometer Schotterpiste bis zur Küste bei Fanes. Dort angekommen, hatte der Meltemi kräftig aufgefrischt und dann kam Hektik auf. Rad an einer Tankstelle flicken, 25 km Sprint zurück nach Trianda, rein in den Anzug und die noch verbleibenden 2 h des Tages auf dem Wasser abrocken. Auch die Inselrund-fahrer haben es noch für gut 1 h auf`s Was-ser geschafft und konnten damit den besten Windtag in Ihrer Statistik mitzählen. Da sollte man halt doch die alte Surferregel beachten und sich nie vom Spot wegbewegen, es könnte ja Wind aufkommen…! Volker hatte das als Einziger beherzigt, war zu Hause geblieben und konnte so unseren besten Surftag komplett genießen.

Apropos Statistik, Ingo unser Leichtgewicht hat es geschafft, trotz wenig Wind fast jeden Tag ins Gleiten zu kommen und so liest sich seine Ausbeute am Ende gar nicht so schlecht. Da könnte man auf so manchen ernsten Abspeckgedanken kommen …!

Resümierend werden wir diese Reise auf-grund der mageren Windausbeute wohl unter der Kategorie „El Ninjo“ einordnen. Dieses Phänomen hat in diesem Sommer nämlich neben Griechenland auch den Kanaren einen der schlechtesten Windsom-mer beschert, was sogar dazu führte, dass der Worldcup in Pozo wegen Windmangel zur no show Nummer wurde. Das gab`s noch nie!

Zu guter Letzt haben wir mit Zeus schließlich unseren Frieden geschlossen und werden es bestimmt nochmals versuchen.

Hang Loose

Bericht: Hans